Nach der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) sind wir im Spätsommer/Herbstbeginn im Element Erde. Die Meridiane dazu sind der Magen (Yang) und die Milz (Yin).
Die Qualität des Elementes Erde finden wir an einem Spätsommernachmittag. Die Bauern fahren die Ernte ein. Die Früchte werden gesammelt, – gelagert, eingekocht – verwertbar gemacht für kältere Tage. Die Tage werden kühler und feuchter.
Feuchtigkeit ist dem Erde-Element zugeordnete klimatische Faktor. Nach den heissen und trockenen Tagen des Sommers, werden diese kühler und feuchter. Die Wälder und die Gärten brauchen die Feuchtigkeit – in diesem Jahr nicht nur die Feuchtigkeit, sondern auch Wasser.
Das Element Erde ist das Fundament unserer körperlichen Existenz. Die Fruchtbarkeit, sowohl von Körper auch als von Geist, ist das Geschenk der Erde, und sie ist abgeleitet von ihrer Yin-Qualität der Empfänglichkeit. Die Erde nimmt den Blitzschlag auf und leitet Elektrizität ab. Sie saugt den Regen und jede andere Flüssigkeit, die auf sie entleert, auf. Sie nimmt auch alles Abgestorbene, Verrottete und Abfallmaterial in sich auf und verwandelt es, wodurch es zur Basis für neues Wachstum und leben wird, da die frisch gedüngte Erde Samen empfängt und diesen nährt.
Der Schwerpunkt dieses Element ist «nähren und genährt werden». Dazu gehört nicht nur das Essen, das uns satt und zufrieden macht, sondern auch Nahrung für unsere Seele, durch die wir Geborgenheit empfinden und das Gefühl erleben, zuhause und willkommen zu sein. Wir verdauen gedanklich und verarbeiten Eindrücke und ordnen neu ein.
Der Abschied des Sommers mit dem Übergang in den Herbst ist für mich die schwierigste Zeit des Jahres. Der Abschied von langen und warmen Abenden, das frühe Eindunkeln – der Abschied von viel Licht, Aktivität zu weniger Licht, Rückzug. Wie geht es dir dabei?
Katrin